Tolle Premiere: Der Mensch siegt über die Maschine

Die Lok an Tag vor dem Rennen genen die Menschen "beim letzten Training".
ur - (30.05.2016) Die Idee stammt aus Australien und wurde zum Jubiläum des 50jährigen Bestehens der Museums-Eisenbahn Bruchhausen-Vilsen nach Niedersachsen importiert- der Wettlauf „Mensch gegen Maschine“. Tatkräftiger Partner und Geburtshelfer war der Niedersächsische Leichtathletik-Verband, stets auf der Suche nach Möglichkeiten, für die Leichtathletik neue Freunde zu gewinnen und Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu erzeugen. Beide Ziele wurden mit der Premiere erreicht. Die Veranstaltung „Mensch gegen Maschine" wird keine Eintagsfliege bleiben.

Das Wichtigste gleich vorweg, der Mensch hat gegen die Maschine gewonnen. Am Bahnhof in Bruchhausen-Vilsen, dem Startplatz der beiden Läufe gegen die von zwei Dampfloks gezogenen Züge, hatten sich 205 Teilnehmer eingefunden, die den Wettkampf gegen die Museums-Eisenbahn aufnehmen wollten. Zum Beginn der in Norddeutschland einzigartigen Veranstaltung regnete es „wie aus Eimern“, bevor der Wettergott zum Nachmittag ein Einsehen hatte. Aber auch die zunächst widrigen Witterungsbedingungen taten der guten Laune keinen Abbruch. Die Organisatoren und die Läufer und Läuferinnen ließen sich die Freude am außergewöhnlichen Ereignis nicht verderben und zeigten sich „hart im Nehmen“.

Peter Schmitz, der Ortsbürgermeister von Bruchhausen-Vilsen, schickte um 13.30 Uhr den ersten Lauf, den AOK-Wettlauf, auf die Reise zum Zielbahnhof nach Asendorf. In diesem Wettkampf waren es hauptsächlich Freizeitsportler und Familien, die gegen den Museumszug mit den beiden Dampfloks „Hermann“ und „Hoya“ antraten. Manuel Koch, der Lokführer, hatte sich die Startnummer „1“ gesichert, was zusammen mit seinem Outfit immer wieder Motiv für Fotos war. Die Läufer gewannen zwar den sportlichen Wettbewerb, aber im Kampf um das attraktivste Bildmotiv lagen die Dampfloks und der Museumszug eindeutig vorne.

Absoluter Sieger beim Foto-Shooting waren aber die Bilder, die Mensch und Maschine gemeinsam ablichten konnten. Und da gab es auf der 7,8 km langen Strecke viele Möglichkeiten. Die Distanz war für die Läufer und Läuferinnen schon anspruchsvoll. Mal ging es auf Asphalt- und Pflasterwegen in Sichtweite der Bahnlinie, mal auf Waldwegen durch das malerische Vilser Holz, über Feldwege über den Geestrücken bis auf die Bundesstraße 6, die letzten Meter bis zum Ziel parallel zur Bahnlinie, bestens geeignet für eindrucksvolle Spurts gegen die Museums-Eisenbahn.

Sowohl im AOK-Wettlauf wie auch im Speedy-Wettlauf (Der Lauf für die ambitionierten Sportler und Sportlerinnen), siegte der Mensch über die Maschine. Helge Rackebrandt aus Bremen benötigte für die Strecke 35:35 Minuten, die Museums-Eisenbahn fuhr nach 41:23 Minuten in den Bahnhof von Asendorf ein. Noch deutlicher hängte der Erste im Speedy-Lauf die Dampf-Loks ab. Schnell hatte Bernd Furch, der Pressesprecher des organisierenden Deutschen Eisenbahn-Vereins (DEV), eine Erklärung bereit. „Der starke Regen hatte die Gleise rutschiger gemacht und daher konnten die Loks nicht voll Speed geben.“

Groß war auch das öffentliche Interesse an dieser Premierenveranstaltung. Zahlreiche Zuschauer feuerten am Streckenrand die Läufer und Läuferinnen an, die elektronischen Medien waren ebenso dabei wie Agenturen und die Printmedien. Eine tolle Werbung für die Eisenbahnfreunde, die Orte Bruchhausen-Vilsen und Asendorf und für die Leichtathletik.

Gerade der NLV hat sich für den Erfolg dieses Wettkampfes „Mensch gegen Maschine“ sehr stark gemacht und war auch mit eigenen Info-Ständen, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle und dem „halben Präsidium“ vertreten. Die Präsidentin Rita Girschikofsky half nicht nur tatkräftig mit und verbreitete auch noch im strömenden Regen Optimismus und gute Laune, sie versprach auch gemeinsam mit dem Samtgemeinde-Bürgermeister Bernd Bormann bei der Ehrung der Sieger eine Fortsetzung der Veranstaltung im kommenden und den folgenden Jahren. Sehr auch zur Freude von Edo Christophers, als Vizepräsident für Breitensport und Sportentwicklung zuständig, der gemeinsam mit seiner Referentin Viktoria Leu die Hauptarbeit in der Vorbereitung und am Veranstaltungstag hatte. Mit dabei aus dem Präsidium auch Vizepräsident Bernd Rebischke als sachkundiger Moderator, stets auf Höhe des Geschehens, und Udo Röhrig für die Öffentlichkeitsarbeit. Vizepräsident Thomas Behling erlebte die Veranstaltung aus der Sicht des Teilnehmers. Er stand beim AOK-Lauf in der ersten Startreihe.

Fernsehbericht auf SAT1 Regional 17.30 Uhr

Fernsehbericht in Hallo Niedersachsen


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