Gelungene Premiere für Neele in einem WM-Finale

red. - (08.08.2017) Neele Eckhardt (LG Göttingen) hatte vor ihrem ersten Sprung in einem WM-Finale zunächst eine Geduldsprobe zu überstehen. Erst wartete sie lange am Anlauf, um einen Vorlauf über 400 Meter Hürden abzuwarten. Dann wurde sie aufgefordert, ihre Kleidung wieder überzustreifen. Auf der Anzeigetafel war noch immer der Name von Yulimar Rojas eingeblendet, die Technik hakte. Dann aber durfte Eckhardt ran – und flog in Runde eins auf 13,94 Meter. Ein guter Einstand, den sie im zweiten Versuch noch auf 13,97 Meter ausbauen konnte. Dabei blieb’s. Es wurde Platz zwölf für die WM-Debütantin, die sich in diesem Jahr auf 14,35 Meter gesteigert hatte.

Neele Eckhardt (LG Göttingen)
Die Anspannung war etwas höher als in der Qualifikation, weil ich ein höheres Niveau erwartet habe, sogar noch höher als es dann war. Mit 14,14 Metern ist man unter die besten Acht gekommen. Die 14 wären für mich schön gewesen, auch der Endkampf wäre möglich gewesen. Dennoch bin ich nicht unzufrieden. Insgesamt war es eine phänomenale Saison für mich, auch sehr überraschend. Der erste 14-Meter-Sprung in der Halle war schon ein Highlight. Draußen konnte ich sogar mit den 14,35 Metern noch was draufpacken. Mit dieser Entwicklung habe ich nicht gerechnet, weil ich meinen Fokus aufs Studium gelegt hatte. Das macht Hoffnung, dass ich weiter in solche Gebiete vorstoßen kann. Auch bei den 14,35 Metern war technisch noch was drin. Ich freue mich auf die Heim-EM und möchte dort meine beste Leistung abrufen.

Quelle: leichtathletik.de


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