Jugendliche präsentieren sich in bestechender Form

Merle Homeier springt zu Gold und neuer Bestleistung - 6,38 Meter! (Foto:NLV)
jg - (26.02.2018) Die Deutschen Hallenmeisterschaften der Jugend U20 und Winterwurfmeisterschaften der U20 und U18 waren für Niedersachsens Athletinnen und Athleten in diesem Jahr ein großer Erfolg. Für Deutschlands Topathleten führte der Weg diesmal nach Halle an der Saale. Die Zuschauer bekamen spannende und unterhaltsame Wettkämpfe in der Leichtathletikhalle Brandberge geboten, auch geprägt von vielen hochklassigen Leistungen niedersächsischer Athleten.

Im Rahmen der Meisterschaften vergab der DLV zudem Tickets für den alljährlich stattfindenden  Hallenländerkampf zwischen Deutschland, Italien und Frankreich. Austragungsort ist 2018 die französische Großstadt Nantes im Westen des Landes. Je Land dürfen hier in jeder Disziplin zwei Athleten an den Start gehen. Dieses Jahr können sich voraussichtlich vier Athleten aus Niedersachsen über einen Start beim diesem Event freuen. Der DLV wird im Laufe der nächsten Tage das endgültige Aufgebot bekannt geben.


Weitsprung-Ass Merle Homeier  gewann nach Aufstellung einer neuen persönlichen Bestleistung von grandiosen 6,38 Metern den deutschen Meistertitel. Nach einem mühsamen Beginn und zur Buche stehenden 6,08 Metern nach den ersten fünf Versuchen konnte die Bückeburgerin im finalen Sprung ein Ausrufezeichen in Richtung der Konkurrenz entsenden. Die bereits international erfahrene Athletin wird somit höchstwahrscheinlich kommende Woche für Deutschland beim Hallenländerkampf auflaufen dürfen.

Dort wird Merle Homeier vermutlich unter anderem auch in Begleitung einer weiteren Niedersächsin sein. Im Dreisprung präsentierte sich Kira Wittmann (SV Quitt Ankum) nämlich zum richtigen Zeitpunkt topfit. Nachdem die Hallensaison für sie mit einigen Problemen begann, sprang die deutsche U18 Meisterin der letztjährigen Freiluft-Meisterschaften in Halle auf 12,87 Meter. Platz 1 und der wohl erste internationale Start bedeuteten dies für die 17-Jährige.

Hürdensprinterin Sabrina Häßler (VfL Eintracht Hannover) musste leider leicht erkrankt in ihre Läufe über die 60-Meter Hürden gehen. Doch was die gebürtig aus Halle stammende Athletin dann ablieferte, war erstaunlich. Nach Platz 12 im Vorlauf lief sie mit 8,72 Sekunden im Halbfinale die drittschnellste Zeit. Im Finale überquerte sie hauchdünn als Dritte (8,71 Sekunden) die Ziellinie. Glücklicherweise gewann die Zweitplatzierte das Stabhochspringen und wird somit in Nantes nur in ihrer Paradedisziplin antreten. Sabrina Häßler darf sich also womöglich auch auf einen Start beim Hallenländerkampf freuen!

Vierte niedersächsische Vertreterin in Nantes könnte Tabea Schulz vom TSV Wehdel sein. Die Sprinterin packte nach einem bereits sehr starken Vorlauf (24,70 Sekunden) im Finale noch einen oben drauf und sprintete zu Bronze über die 200 Meter in 24,61 Sekunden. Ihr dürften wir  am kommenden Wochenende mit der 4x200 Meter Staffel Deutschlands die Daumen drücken.

Raphael Winkelvoss (Einbecker SV) und Sören Hilbig (VfR Evesen) warfen in einem spannenden Wettbewerb der U18 zu Gold (71,96 Meter) und Silber (70,91 Meter). Solch grandiose Weiten bereits zu Beginn der Saison lassen einen fulminanten Sommer für die beiden Hammerwerfer erhoffen.

Die niedersächsischen Läufer Josina Papenfuß (TSG Westerstede) und Max Dieterich (LG Braunschweig) konnten sich trotz schneller Zeiten nicht auf den erhofften Medaillenrängen platzieren. Beide reisten zwar mit der zweitbesten Meldeleistung an, erreichten am Ende jeweils fünfte Plätze. Dieterich lief in 1:53,38 Minuten nach einem Stolperer in der Startkurve über die 800 Meter seine zweitbeste je gelaufene Hallenleistung und die durch einen Infekt geschwächte Papenfuß überquerte in 4:40,29 Minuten über die 1.500 Meter die Ziellinie.

Auf der optisch herausstechend verschieden farbigen Bahn in Halle durfte auch Luna Bulmahn ihr Bestes über die 400 Meter geben. Die Langsprinterin des VfL Eintracht Hannover blieb im Vorlauf in 55,86 Sekunden noch drei Hundertstel über ihrer persönlichen Bestleistung. Diese fiel dann im Finallauf, in welchem sie in 55,81 Sekunden als Sechsschnellste das Ziel erreichte.

Zum Ende der Meisterschaften stellte die Staffel der LG Osnabrück ihre altbekannte Staffelstärke über die 4x200 Meter unter Beweis. In der Besetzung Adrian Düring, Finn Stuckenberg, André Rohling und Felix Hasselmann liefen die Osnabrücker auf einen herausragenden sechsten Platz (1:30,30 Minuten).


Weitere Platzierungen:

Josefine Klisch (Hannover 96): Platz 4 im Kugelstoßen mit 13,82 Metern

Henriette Heinichen (TuRa Braunschweig): Platz 4 im Hammerwerfen der U18 mit 53,30 Metern

Stephan Vosskuhl, Jan-Niklas Böhm, Matthias Hardt (OTB Osnabrück): Platz 4 über die 3x1000 Meter in 7:28,47 Minuten

Eric Iglesias (TuS Bothfeld): Platz 6 über die 1500 Meter in 4:05,82 Minuten

Talea Prepens (TV Cloppenburg): Platz 8 über die 60-Meter-Hürden in 8,80 Sekunden

Jelde Jakob (MTV Wolfenbüttel): Platz 8 im Hochsprung mit 1,68 Metern

Tobias Kruse (SV GW Bad Gandersheim): Platz 8 im Hammerwerfen der U20 mit 56,90 Metern


Der NLV gratuliert allen Athletinnen und Athleten zu ihren tollen Leistungen bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften!





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