Niedersächsinnen erreichen Platz 2 beim Hallenländerkampf der Jugend U20

Björn Sterzel, Sabrina Häßler, Kira Wittmann, Tabea Schulz, Merle Homeier (von li. nach re.) Foto: Dominic Ullrich, DLV
jg - (04.03.2018) Sprungstarkes Duo aus Niedersachsen überzeugt

Im Aufgebot des U20-Hallenländerkampfes zwischen Frankreich, Italien und Deutschland standen im Jahr 2018 auch wieder einige Niedersachsen, genauer gesagt vier Niedersächsinnen. Merle Homeier (VfL Bückeburg), Kira Wittmann (SV Quitt Ankum), Tabea Schulz (TSV Wehdel) und Sabrina Häßler (VfL Eintracht Hannover) mussten sich im französischen Nantes am Ende dem Gastgeber aus Frankreich geschlagen geben.

Bei dem jährlich stattfindenden Event der drei Nationen Frankreich, Italien und Deutschland darf jedes Land pro Disziplin zwei Athleten an den Start schicken. Entsprechend der Platzierung werden 7 Punkte-5-4-3-2-1 (Staffel 7-5-2) vergeben. Bei den Disziplinen 60 Meter und 60 Meter Hürden werden je zwei Rennen absolviert und die beiden Zeiten addiert. Der Athlet mit der schnellsten summierten Zeit gewinnt. Insgesamt gibt es drei Wertungen: Jungen – Mädchen – Gemischt.

Für die bereits international erfahrene Athletin Merle Homeier war es schon der dritte Start beim Hallenländerkampf. Sie ging also in allen drei teilnehmenden Ländern einmal für Deutschland an den Start. Diese Erfahrung spiegelte sich auch im Endergebnis wieder. Die 18-Jährige sprang in allen fünf gültigen Versuchen über 6 Meter und sicherte sich mit einer Bestweite von 6,34 Metern nicht nur den Sieg, sondern holte auch sieben wichtige Punkte für das Team Deutschland. Nach 6,38 Metern am vergangenen Wochenende in Halle bestätigte die Deutsche Hallenmeisterin ihre derzeitig bestechende Form.

Für die Deutsche Hallenmeisterin im Dreisprung Kira Wittmann war es der erste Start im Nationaltrikot. Mit dementsprechend großer Aufregung präsentierte sie sich ebenfalls in Top-Form. 12,66 Meter und ein gelungener erster internationaler Start standen am Ende des Wettbewerbes zur Buche. Sie holte hinter der Italienerin Veronica Zanon (13,08 Meter) als zweitbeste Dreispringerin fünf Punkte für die Mannschaft.

Tabea Schulz kam bei ihrem ersten Start mit dem Adler auf der Brust gleich zweimal zum Einsatz. Im Einzel über die 200 Meter wurde die Drittplatzierte aus Halle jedoch leider aufgrund des Verlassens der Laufbahn disqualifiziert. In der abschließenden 4x200 Meter-Staffel lief sie dann mit ihren Nationalmannschaftskolleginnen in 1:38,54 Minuten auf den zweiten Platz. Auf die erstplatzierte französische Staffel fehlten nur 25 Hundertstel-Sekunden.

Der erste internationale Einsatz für Deutschland verlief für die Hannoveranerin Sabrina Häßler nicht ganz nach Plan. Im ersten der zwei 60 Meter Hürden-Läufen lief sie in eine Hürde und überquerte nicht die Ziellinie. Unter den Augen von Landes- und Bundestrainer Björn Sterzel blieb die 18-Jährige im zweiten Lauf hingegen in 8,84 Sekunden knapp eine Zehntel über ihrer Bestleistung (8,71 Sekunden), konnte aber wichtige Punkte für das Team holen.

In der Wertung der weiblichen Jugend U20 gewann das Team Deutschland mit 96 Punkten vor Italien (81 Punkte) und Frankreich (76 Punkte). Den Gesamtsieg, addiert aus den gesammelten Punkten der Jungen und Mädchen, konnte am Ende dann allerdings der Gastgeber aus Frankreich feiern (200 Punkte). Deutschland wurde mit 171,5 Punkten Zweiter.


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