3. Tag EM Györ: Licht und Schatten für den NLV

red./ur. - (08.07.2018)
Licht und Schatten für die niedersächsischen Sportler und Sportlerinnen bei dem U18-EM in Györ in Ungarn. Im Kugelstoß-Finale war für Sina Prüfer (Hallesche Leichtathletik-Freunde), die mit einer stolzen Bestleistung von 17,21 Metern angereist war, mehr drin. Doch die junge Werferin fand nicht in den Wettkampf. Auf 14,11 Meter im ersten Versuch folgte im zweiten Durchgang 14,74 Meter. Dabei blieb es. Diese Weite reichte nicht für den Endkampf der besten Acht und bedeutete den elften Rang. Einen Rang vor ihr reihte sich Josefine Klisch (LG Peiner Land) ein, die 14,96 Meter stieß und damit noch einen IAAF-Quotenplatz für die Youth Olympic Games in Buenos Aires (Argentinien; 11. bis 16. Oktober) erreichte.


Hammer-Würfe im wahrsten Sinne des Wortes gelangen U18-Weltmeister Kokhan Mykhaylo (Ukraine): Sein Wurfgerät schlug in Runde zwei nach 86,60 Metern, in Runde drei bei 87 Metern glatt ein und im letzten Durchgang war der U18-Weltrekord, der seit 1997 mit 87,16 Metern vom Ungarn Bence Halasz gehalten wird, fällig: 87,82 Meter!



Gut in den Wettkampf fand auch Sören Hilbig (VfR Evesen), dessen Eltern in dieser Disziplin ebenfalls erfolgreich waren. Mutter Kirsten Hilbig wurde 2000 Dritte der Olympischen Spiele, Vater Holger Klose war mehrmaliger WM-Teilnehmer. Beide waren vor Ort und unterstützten ihren Sohn. Die ersten drei Würfe gingen über 71 Meter (71,96 m) – zwischenzeitlich Platz sechs und der Einzug in den Endkampf. Dort packte der Deutsche U16-Meister, der noch dem jüngeren U18-Jahrgang angehört, drauf: 74,03 Meter im vierten Durchgang! Bestleistung, großer Jubel und am Ende Rang fünf. "Das Wichtigste war, dass ich hier war und Bestleistung geworfen habe", meinte der DLV-Werfer glücklich, der auch einen europäischen Quotenplatz für die Youth Olympic Games in Buenos Aires (Argentinien; 11. bis 16. Oktober) erhielt. Keinen optimalen Start in das Finale erwischte der U18-WM-Dritte Raphael Winkelvoss (Einbecker SV). Nach zwei ungültigen Versuchen flog der Hammer noch auf 70,09 Meter – mit Rang zehn verpasste er den Endkampf.


Guter Auftakt für die deutschen Zehnkämpfer: Marcel Meyer (Hannover 96) rannte im 100 Meter-Lauf als Dritter ins Ziel. Auf der Anzeigetafel standen für ihn 11,33 Sekunden, sieben Hundertstel schneller als bei seiner Bestzeit, der Rückenwind (+2,7 m/sec) blies aber etwas zu stark. Damit sortierten sich die DLV-Athleten auf den Rängen neun (Weiß; 843 Pkt) und 15 (Meyer; 789 Pkt) ein.


Für Marcel Meyer lief es auch in der zweiten Disziplin rund. Mit Hilfe von 2,5 Metern pro Sekunde Rückenwind flog er auf 6,55 Meter – seine Bestmarke bei regulären Windverhältnissen liegt bei 6,33 Metern. Im Zwischenklassement liegt Meyer mit 1.498 Punkten auf Platz 18, Weiß (1.417 Pkt) fällt zurück auf Rang 26. Bester war wie schon über 100 Meter Sven Jansons (1.836 Pkt) mit 7,37 Metern.


Im Kugelstoßen bot Marcel Meyer mit 15,12 Metern die viertbeste Leistung aller Zehnkämpfer. Es war der erste Stoß, der ihm am besten gelang. Damit rückte er auf den zwölften Platz (2.295 Pkt) nach vorne. Es führt weiter Sven Jansons (2.602 Pkt) vor dem Letten Olegs Kozjakovs (2.546 Pkt), der sich durch 17,17 Meter an die zweite Position schob.
Nach einer längeren Mittagspause stand der Hochsprung auf dem Programm. Marcel Meyer überquerte 1,85 Meter und blieb nur einen Zentimeter unter seiner Bestleistung. Nathanael Weiß litt seit dem Weitsprung unter Rückenschmerzen und kam daher als 1,92 Meter-Springer nur über 1,79 Meter. Der Russe Aleksandr Komarov überflog zwei Meter. Zum Abschluss des vierten Tages holten die beiden DLV-Mehrkämpfer über 400 Meter nochmal alles aus sich raus. Für Weiß wurden (52,91 sec) gestoppt, für Meyer 51,73 Sekunden. Die einzige Disziplin, mit der Nathanael Weiß am ersten Tag nicht ganz zufrieden war. Seine Top Ten-Platzierung konnte er mit 3.702 Punkten als Zehnter aber halten. Sein Team-Kollege liegt auf Platz 21 (3.427 Pkt). Es führt der Niederländer Sven Jansons mit 4.173 Punkten.


Hindernisläuferin Paula Schneiders hat am Samstagabend bei den U18-Europameisterschaften in Györ (Ungarn) die erste Medaille für das deutsche Team geholt. In neuer Bestzeit lief sie überraschend zu Bronze.
Es waren zwei DLV-Athletinnen in das Finale über 2.000 Meter Hindernis gestartet. Für eine der beiden war das Rennen schon früh vorbei. Annasophie Drees (VfL Löningen) stieß sich in der ersten Runde das Schienbein bei der Überquerung des Wassergrabens an und musste mit Beschwerden frühzeitig aussteigen.

Quelle: leichtathletik.de




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