Karriereaus für den "schnellsten Wolf"

red./ur. - (10.07.2018) Für die Heim-EM in Berlin hat Sven Knipphals noch einmal alles in den Sport investiert. Allerdings spielte der Körper des Sprinters nicht mehr mit. Früher als geplant hat er das Ende seiner Karriere verkündet.



„Letztendlich muss man der Realität ins Auge blicken und sich eingestehen, dass es dieses Jahr einfach nicht geklappt hat“, schreibt Sven Knipphals (VfL Wolfsburg) auf seiner Facebookseite. Zum Abschluss seiner Karriere wollte der 32-Jährige noch einmal in der DLV-Sprintstaffel bei der Heim-EM in Berlin (6. bis 12. August) stehen. Doch langwierige Leistenprobleme, die sich unter anderem auf die Schrittlänge auswirkten, verhinderten, dass es in diesem Jahr in Richtung Bestzeit (10,13 sec) aus dem Jahr 2015 gehen konnte.


„Da ich wirklich alles versucht habe, um diese Saison in Berlin auf der Bahn zu stehen, war es für mich umso niederschmetternder, in Weinheim die 100 Meter in 10,68 zu laufen“, schreibt Sven Knipphals über sein letztes Rennen als Leistungssportler am Freitag. Auf die Deutschen Meisterschaften in Nürnberg (21./22. Juli) wird er verzichten. Das Ende seiner Karriere war sowieso für diesen Sommer geplant. Bei einem Abschiedsrennen zu Hause in Wolfsburg (19. August) wird 1,90-Meter-Sprinter noch einmal die Spikes schnüren und unter anderem gegen seine langjährigen Wegbegleiter Julian Reus (LAC Erfurt) oder Lucas Jakubczyk (SCC Berlin) antreten.


Als Mitglied der DLV-Staffel stand Sven Knipphals bei Europameisterschaften zweimal auf dem Treppchen: Silber gab es 2014 in Zürich (Schweiz) und Bronze 2016 in Amsterdam (Niederlande). Dazu kamen zwei vierte Plätze bei den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau (Russland) und 2015 in Peking (China). Als Bestzeit über 200 Meter stehen 20,48 Sekunden aus Mannheim 2014.

Quelle: leichtathletik.de




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